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Pressing

Pressing heißt, den ballführenden Gegner zu jagen, um den Ball schnell zurückzuerobern, idealerweise weit vorne. Gemessen wird es oft mit PPDA: der Zahl gegnerischer Pässe pro Defensivaktion in einer bestimmten Zone. Je niedriger der PPDA-Wert, desto intensiver das Pressing.

Pressing ist aktives Verteidigen: Statt auf den Gegner zu warten, laufen die Spieler den Ballführenden an, schließen Passwege und versuchen, einen Fehler zu erzwingen. Ein hohes Pressing beginnt schon, wenn der Gegner hinten aufbauen will, nah an seinem Tor: Ein Ballgewinn 30 Meter vor dem Tor führt oft zu einer Großchance. Das Gegenpressing, bekannt gemacht durch Jürgen Klopp, bedeutet, direkt nach Ballverlust zu attackieren – in den wenigen Sekunden, bevor der Gegner sortiert ist.

Die meistgenutzte Kennzahl ist PPDA (Passes per Defensive Action). Man teilt die Zahl der Pässe, die der Gegner in der Pressingzone spielt (je nach Definition meist die 60 % des Feldes vor dem gegnerischen Tor), durch die Zahl der Defensivaktionen des pressenden Teams in derselben Zone: Tacklings, abgefangene Bälle, Zweikämpfe, Fouls. Ein PPDA um 8 steht für sehr aggressives Pressing, über 15 zieht sich das Team eher zurück.

Pressing hat seinen Preis: Es kostet viel Kraft, öffnet Räume hinter der Abwehr für lange Bälle und lässt gegen Ende oft nach. Für eine Vorhersage gilt: Ein hoch pressendes Team sorgt meist für offene Spiele, mit gefährlichen Ballgewinnen, aber auch Lücken hinten. Gegen Teams, die sich im Spielaufbau schwertun, ist es eine echte Waffe; gegen eine technisch starke Mannschaft, die sich herausspielen kann, kann es nach hinten losgehen.

Beispiel

In einem Spiel lässt Team A Team B in der Pressingzone 240 Pässe spielen und hat dort 30 Defensivaktionen: PPDA = 240 / 30 = 8, ein intensives Pressing. Team B lässt 330 Pässe bei 22 Defensivaktionen zu: PPDA = 330 / 22 = 15, ein deutlich passiverer Ansatz.

So nutzt Elofoot den Begriff

Elofoot verfügt über keine PPDA-Daten. In der KI-Analyse wird für jedes Team ein Pressing-Index von 0 bis 100 (auf 5 gerundet) geschätzt, aus seinen durchschnittlichen Fouls pro Spiel (70 % Gewicht) und seinem erwarteten Ballbesitz im Spiel (30 %). Das ist ein bewusst grober Indikator, der eine Tendenz zeigt, keine genaue Messung: 14 Fouls pro Spiel und 58 % erwarteter Ballbesitz ergeben zum Beispiel einen Index von 65.

Häufige Fragen

Was ist PPDA im Fußball?
Die Zahl der Pässe, die der Gegner in einer bestimmten Zone pro Defensivaktion (Tackling, abgefangener Ball, Zweikampf, Foul) des pressenden Teams spielt. Je niedriger der Wert, desto intensiver das Pressing.
Was ist der Unterschied zwischen hohem Pressing und Gegenpressing?
Hohes Pressing beschreibt, wo gepresst wird: nah am gegnerischen Tor, während der Gegner aufbaut. Gegenpressing beschreibt, wann: direkt nach Ballverlust, um den Ball zurückzuerobern, bevor der Gegner sortiert ist.
Führt Pressing zu mehr Toren?
Es macht Spiele tendenziell offener: Hohe Ballgewinne bringen Chancen, aber die Räume hinter der Abwehr geben auch dem Gegner Chancen. Automatisch ist das nicht, es hängt von der Qualität beider Teams ab.

Siehe auch

Mehr zum Thema

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