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Bankroll (Einsatzmanagement)

Die Bankroll ist das Geld, das ein Wettender ausschließlich für Wetten beiseitelegt, getrennt von seinen normalen Finanzen. Beim Bankroll-Management ist jeder Einsatz ein fester Anteil dieses Topfes, oft 1 bis 2 %, damit Pechsträhnen abgefedert werden, ohne ihn zu leeren.

Die Bankroll beantwortet eine einfache Frage: Wie viel bin ich bereit, insgesamt zu verlieren? Es sollte Geld sein, das du nicht brauchst – nie die Miete, der Einkauf oder Ersparnisse. Einmal festgelegt, wird sie bei Verlusten nicht aufgestockt.

Die gängigste Methode ist der feste (oder proportionale) Einsatz: Jede Wette beträgt 1 bis 2 % der Bankroll. Bei 500 € sind das 5 bis 10 € pro Wette. Es geht darum, die Varianz zu überstehen: Selbst mit guten Schätzungen kommen Serien von zehn oder fünfzehn Niederlagen vor, und bei 20 % Einsatz pro Wette sind sie fatal.

Theoretischer ist das Kelly-Kriterium: f* = (b × p − q) ÷ b, mit b = Quote − 1, p als geschätzter Gewinnwahrscheinlichkeit und q = 1 − p. Es liefert den Anteil der Bankroll, der das langfristige Wachstum maximiert … sofern p stimmt. Wer p überschätzt, setzt zu viel, deshalb wird oft nur ein Bruchteil von Kelly gespielt (ein Viertel oder die Hälfte). Ist f* null oder negativ, sagt Kelly schlicht: nicht wetten.

Die wichtigste Regel ist nicht mathematisch: Versuch nie, Verlusten „hinterherzujagen“, indem du nach einer Niederlage die Einsätze erhöhst – und setze nur, was du dir leisten kannst zu verlieren.

Beispiel

Bankroll von 500 €. Fester Einsatz von 2 %: 10 € pro Wette. Kelly bei geschätzten 55 % Wahrscheinlichkeit und Quote 2,00: b = 1, f* = (1 × 0,55 − 0,45) ÷ 1 = 10 %, also 50 €; mit einem Viertel Kelly 2,5 %, also 12,50 €. Liegt die wahre Wahrscheinlichkeit nur bei 50 %, ist f* = 0: keine Wette.

Wetten birgt Risiken: Geldverlust, Verschuldung, Sucht. Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Setze nie mehr, als du dir leisten kannst zu verlieren. Elofoot ist ein Tool zur Datenanalyse: Es nimmt keine Wetten an, und keine Vorhersage ist garantiert.

Häufige Fragen

Wie viel sollte man pro Wette setzen?
Eine gängige vorsichtige Regel sind 1 bis 2 % der Bankroll pro Wette. Bei 500 € also 5 bis 10 € – so lassen sich auch lange Pechsträhnen verkraften.
Wie funktioniert das Kelly-Kriterium?
Es berechnet den Anteil der Bankroll, der gesetzt wird: f* = (b × p − q) ÷ b, mit b = Quote − 1. Weil es eine exakte Wahrscheinlichkeit voraussetzt, wird oft nur ein Viertel oder die Hälfte davon gesetzt.
Sollte man den Einsatz erhöhen, um Verluste zurückzuholen?
Nein. Wer nach einem Verlust die Einsätze erhöht, ruiniert seine Bankroll nur schneller. Einsätze werden vorab festgelegt, als Anteil des Topfes.

Siehe auch

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